PMDS verstehen - Symptome, Ursachen und Unterschied zu PMS

Frau mit unglücklichem Gesicht auf Sofa liegend

Wenn die zweite Zyklushälfte zur emotionalen Ausnahmesituation wird

Viele Frauen kennen PMS mit den typischen Symptomen wie Stimmungsschwankungen, Heißhunger, schmerzende Brüste, vielleicht ein bisschen Rückzug vor der Periode.

Und dann gibt es Frauen, bei denen es nicht „ein bisschen“ ist. Sondern vielmehr überwältigend und lebensbeeinträchtigend. 

Dann könnte PMDS – die prämenstruelle dysphorische Störung – vorliegen.

Was PMDS wirklich ist (und was nicht)

PMDS ist heute – dank der neuen ICD11 – endlich eine anerkannte Diagnose.

Und das ist wichtig, weil es lange falsch eingeordnet wurde.

PMDS ist keine „Übertreibung von PMS“ und auch keine klassische psychische Erkrankung.

Es ist eine zyklusgebundene Störung, die sich vor allem durch starke emotionale und kognitive Symptome zeigt und mit einem hohen Leidensdruck einhergeht.

PMS vs. PMDS – Was ist der Unterschied?

Viele Frauen werden mit PMDS lange nicht erkannt, weil alles unter „PMS“ läuft.

Der Unterschied ist aber entscheidend:

PMS

  • häufig
  • körperliche und psychische Symptome
  • meist mild bis moderat

 

PMDS

  • betrifft einen kleineren Teil der Frauen (ca. 1 von 20), geht und mit deutlich höherem Leidensdruck einhergeht
  • vor allem starke psychische Symptome
  • deutliche Einschränkung im Alltag und in Beziehungen
  • oft Gefühl von Kontrollverlust

Die psychischen Symptome von PMDS sind rein zyklisch.

Die Symptome:

  • beginnen in der zweiten Zyklushälfte (nach dem Eisprung)
  • verstärken sich vor der Periode
  • und klingen mit Einsetzen der Menstruation meist wieder ab

Symptome – mehr als „schlechte Laune“

PMDS zeigt sich vor allem emotional.

Typisch sind:

  • depressive Verstimmung, Hoffnungslosigkeit
  • Angst, innere Anspannung
  • starke Reizbarkeit oder Wut
  • plötzliche Stimmungsschwankungen
  • Gefühl, sich selbst nicht mehr regulieren zu können
  • Konzentrationsprobleme
  • Rückzug, Verlust von Interesse
  • Schlafstörungen oder Erschöpfung

 

Viele Frauen beschreiben es so:

„Ich bin in dieser Phase nicht ich selbst.“

Was im Körper passiert – aktuelle wissenschaftliche Sicht

Hier hat sich das Verständnis in den letzten Jahren deutlich verändert.

Es geht nicht primär darum, wie viele Hormone du hast.

Sondern darum, wie dein Körper darauf reagiert.

Die Forschung zeigt:

  • Hormonspiegel sind oft unauffällig
  • aber das Nervensystem reagiert sensibler auf hormonelle Veränderungen

 

Besonders relevant sind:

Sensitivität gegenüber Progesteron & seinen Metaboliten

Diese wirken auf dein Beruhigungssystem im Gehirn und genau hier scheint die Reaktion bei PMDS verändert zu sein.

Serotonin & Stimmung

Viele Symptome wie Reizbarkeit, Angst oder depressive Verstimmung hängen damit zusammen, dass dieses System stärker schwankt.

Nervensystem & Stress

Studien zeigen, dass Frauen mit PMDS oft eine erhöhte Stressreaktion und eine eingeschränkte emotionale Regulation in der Lutealphase haben.

 

Das bedeutet:

PMDS ist nicht nur  rein „hormonell“.
Es ist ein Zusammenspiel aus Hormonen, Gehirn und Nervensystem.

Ursachen 

PMDS lässt sich nicht auf eine einzelne Ursache reduzieren.

Heute geht man von einem sog. biopsychosozialen Modell aus.

Das bedeutet:

Biologisch

  • Sensitivität auf Hormonschwankungen
  • Neurotransmitter wie Serotonin

 

Psychisch

  • Stressverarbeitung
  • emotionale Muster

 

Lebensstil & Umfeld

  • chronischer Stress
  • Schlaf
  • Ernährung
  • Belastungen im Alltag

 

Und genau deshalb reicht ein 0815 Ansatz nicht aus. Es braucht einen integrativen Blick auf Körper, Nervensystem und emotionale Prozesse. Genau so arbeite ich auch in meiner 1:1 Begleitung.

Ganzheitliche Unterstützung – was wirklich helfen kann

Wie bei allem, gibt es keinen Quick Fix, dafür jede Menge Stellschrauben, die man ins Visier nehmen kann und sollte. 

1. Zyklus verstehen und tracken

Das ist die Grundlage. Ohne dieses Bewusstsein bleibt vieles diffus.

 
2. Nervensystem regulieren

Ein sensibles System braucht Stabilität.

  • Atemübungen
  • langsame Bewegung
  • bewusste Pausen
 
3. Ernährung & Blutzucker stabilisieren

Das beeinflusst direkt Stimmung und Stressreaktion.

 
4. Nährstoffe gezielt unterstützen

Magnesium, Vitamin B6 oder Omega-3 können unterstützend wirken. Hier sollte man jedoch immer individuell messen, ob ein Mangel besteht. Erst messen, dann machen!

 
5. Stress reduzieren

Nicht nur mental, sondern auch körperlich.

 
6. Medizinische Unterstützung einbeziehen

Je nach Fall sind (psycho-)therapeutische oder medikamentöse Ansätze notwendig und sinnvoll.

Ein wichtiger Gedanke zum Schluss

PMDS ist nichts, was du „einfach aushalten musst“.

Aber es ist auch nichts, was sich mit einer einzelnen Maßnahme lösen lässt.

Es braucht:

  • Verständnis
  • Beobachtung
  • Regulation
  • und oft auch Begleitung

 

Vor allem aber braucht es eins:

Dass du dir selbst glaubst.

Wenn dein Erleben zyklisch ist,
dann hat es einen Grund.

Und wo es eine Ursache gibt, gibt es eine Lösung. 

Aktuelle Studie: Unterstützung für Frauen mit PMDS

PMDS ist noch immer wenig bekannt und das selbst im medizinischen Bereich. Gleichzeitig zeigt sich immer deutlicher, wie groß die Versorgungslücke ist.

Genau hier setzt eine aktuelle klinische Studie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg an.

In dieser Studie wird untersucht, wie Frauen mit PMDS besser unterstützt werden können – auch unabhängig von klassischen Therapieplätzen. Im Fokus steht eine App, die auf kognitiver Verhaltenstherapie basiert und Betroffene dabei unterstützen soll, ihre Symptome besser zu verstehen und im Alltag damit umzugehen.

Das ist vor allem deshalb relevant, weil viele Frauen lange auf Hilfe warten oder gar nicht wissen, wohin sie sich wenden können.

Gleichzeitig zeigen Daten, dass etwa 5 % der Frauen von PMDS betroffen sind und die Symptome den Alltag, Beziehungen und das eigene Erleben stark beeinflussen können

 
Für diese Studie werden aktuell noch Frauen gesucht, die vermuten, von PMDS betroffen zu sein oder bereits eine Diagnose haben.

Getestet wird eine App, die dich mit Infos und Übungen aus der kognitiven Verhaltenstherapie hilft, besser mit den prämenstruellen Beschwerden umzugehen.

👉 kostenloses 12 Wochen App-Programm

👉 Flexibel & bequem von zu Hause aus

👉 Kurze Fragebögen in deiner prämenstruellen Phase

👉 Zur Abklärung der PMDS-Diagnose: Tägliches Symptomtagebuch

👉 Du bist zwischen 18 und 45 Jahren alt und hast Zugang zu einem Smartphone?

Die Studie läuft als randomisierte kontrollierte Studie: Die eine Gruppe startet sofort, die andere etwas später – beide bekommen die App!

Wichtig: Die Teilnahme ist freiwillig und ersetzt keine individuelle Therapie, kann aber eine unterstützende Ergänzung sein.

Wenn du dich angesprochen fühlst und hast Interesse? Klick einfach hier und leg los:

👉  Zum Fragebogen

Du möchtest dich lieber individuell begleiten lassen?

PMDS kann sich überwältigend anfühlen. Nicht nur wegen der Intensität der Symptome, sondern auch, weil viele Frauen lange nicht verstehen, was eigentlich mit ihnen passiert und warum.

Zwischen Unsicherheit, Selbstzweifeln und dem Versuch, im Alltag weiter zu funktionieren, geht oft genau das verloren, was eigentlich am wichtigsten wäre: die Verbindung zu deinem eigenen Körper.

Genau hier setzt mein 1:1 Coaching-Programm „Dein Raum“ an.

Wenn du dir Begleitung wünschst, die dich dabei unterstützt:

  • deinen Zyklus und deine Symptome wirklich zu verstehen
  • dein Nervensystem zu regulieren
  • Zusammenhänge zwischen Hormonen, Stress und Emotionen zu erkennen
  • wieder mehr Stabilität und Verbindung in dir zu finden
  • und insgesamt dein Wohlbefinden zu steigern

dann bist du bei mir genau richtig. Wir gehen Schritt für Schritt und individuell durch unterschiedliche Pfeiler hindurch.

Mein Ansatz verbindet Wissen aus der ganzheitlichen Frauengesundheit mit Nervensystemarbeit, psychologischer Beratung und einem tiefen Verständnis für die emotionalen Prozesse hinter zyklusbedingten Beschwerden.

Dein Raum ist für dich, wenn du spürst, dass du nicht mehr nur „durchhalten“, sondern dich wirklich verstehen und neu ausrichten möchtest.

Wenn du mehr erfahren möchtest, findest du hier alle Infos:
👉 Dein Raum

Quellen: 

https://pmds-hilfe.de/

https://pmds-hilfe.de/wp-content/uploads/2023/08/PTJ_2002-2_Artikel-Nayman-et-al._K3.pdf

https://www.iapmd.org/pmdd?gad_source=1&gad_campaignid=23263234694&gbraid=0AAAAADiCO_rK8sAEBiE0oiO_nb-RVnA8E&gclid=Cj0KCQjw-pHPBhCdARIsAHXYWP_-mWuxiKlQnecuHxEFvVmdjnr2ia_P17dfuzHP5EWEM3n14NJjKuQaAuaLEALw_wcB

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10914875/

Wer mehr erfahren möchte: 

Alle Artikel zum Thema Frauengesundheit im Überblick findest du HIER.

Mehr über hormonelle Dysbalancen wie Östrogendominanz (häufig bei PMS ein Thema) findest du HIER.

Mehr zum Thema Ernährung gibt es HIER. 

Mehr über das Thema Blutzucker findest du HIER.

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