Viele Frauen kennen PMS mit den typischen Symptomen wie Stimmungsschwankungen, Heißhunger, schmerzende Brüste, vielleicht ein bisschen Rückzug vor der Periode.
Und dann gibt es Frauen, bei denen es nicht „ein bisschen“ ist. Sondern vielmehr überwältigend und lebensbeeinträchtigend.
Dann könnte PMDS – die prämenstruelle dysphorische Störung – vorliegen.
PMDS ist heute – dank der neuen ICD11 – endlich eine anerkannte Diagnose.
Und das ist wichtig, weil es lange falsch eingeordnet wurde.
PMDS ist keine „Übertreibung von PMS“ und auch keine klassische psychische Erkrankung.
Es ist eine zyklusgebundene Störung, die sich vor allem durch starke emotionale und kognitive Symptome zeigt und mit einem hohen Leidensdruck einhergeht.
Viele Frauen werden mit PMDS lange nicht erkannt, weil alles unter „PMS“ läuft.
Der Unterschied ist aber entscheidend:
PMS
PMDS
Die psychischen Symptome von PMDS sind rein zyklisch.
Die Symptome:
PMDS zeigt sich vor allem emotional.
Typisch sind:
Viele Frauen beschreiben es so:
„Ich bin in dieser Phase nicht ich selbst.“
Hier hat sich das Verständnis in den letzten Jahren deutlich verändert.
Es geht nicht primär darum, wie viele Hormone du hast.
Sondern darum, wie dein Körper darauf reagiert.
Die Forschung zeigt:
Diese wirken auf dein Beruhigungssystem im Gehirn und genau hier scheint die Reaktion bei PMDS verändert zu sein.
Viele Symptome wie Reizbarkeit, Angst oder depressive Verstimmung hängen damit zusammen, dass dieses System stärker schwankt.
Studien zeigen, dass Frauen mit PMDS oft eine erhöhte Stressreaktion und eine eingeschränkte emotionale Regulation in der Lutealphase haben.
Das bedeutet:
PMDS ist nicht nur rein „hormonell“.
Es ist ein Zusammenspiel aus Hormonen, Gehirn und Nervensystem.
PMDS lässt sich nicht auf eine einzelne Ursache reduzieren.
Heute geht man von einem sog. biopsychosozialen Modell aus.
Das bedeutet:
Biologisch
Psychisch
Lebensstil & Umfeld
Und genau deshalb reicht ein 0815 Ansatz nicht aus. Es braucht einen integrativen Blick auf Körper, Nervensystem und emotionale Prozesse. Genau so arbeite ich auch in meiner 1:1 Begleitung.
Wie bei allem, gibt es keinen Quick Fix, dafür jede Menge Stellschrauben, die man ins Visier nehmen kann und sollte.
Das ist die Grundlage. Ohne dieses Bewusstsein bleibt vieles diffus.
Ein sensibles System braucht Stabilität.
Das beeinflusst direkt Stimmung und Stressreaktion.
Magnesium, Vitamin B6 oder Omega-3 können unterstützend wirken. Hier sollte man jedoch immer individuell messen, ob ein Mangel besteht. Erst messen, dann machen!
Nicht nur mental, sondern auch körperlich.
Je nach Fall sind (psycho-)therapeutische oder medikamentöse Ansätze notwendig und sinnvoll.
PMDS ist nichts, was du „einfach aushalten musst“.
Aber es ist auch nichts, was sich mit einer einzelnen Maßnahme lösen lässt.
Es braucht:
Vor allem aber braucht es eins:
Dass du dir selbst glaubst.
Wenn dein Erleben zyklisch ist,
dann hat es einen Grund.
Und wo es eine Ursache gibt, gibt es eine Lösung.
PMDS ist noch immer wenig bekannt und das selbst im medizinischen Bereich. Gleichzeitig zeigt sich immer deutlicher, wie groß die Versorgungslücke ist.
Genau hier setzt eine aktuelle klinische Studie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg an.
In dieser Studie wird untersucht, wie Frauen mit PMDS besser unterstützt werden können – auch unabhängig von klassischen Therapieplätzen. Im Fokus steht eine App, die auf kognitiver Verhaltenstherapie basiert und Betroffene dabei unterstützen soll, ihre Symptome besser zu verstehen und im Alltag damit umzugehen.
Das ist vor allem deshalb relevant, weil viele Frauen lange auf Hilfe warten oder gar nicht wissen, wohin sie sich wenden können.
Gleichzeitig zeigen Daten, dass etwa 5 % der Frauen von PMDS betroffen sind und die Symptome den Alltag, Beziehungen und das eigene Erleben stark beeinflussen können
Getestet wird eine App, die dich mit Infos und Übungen aus der kognitiven Verhaltenstherapie hilft, besser mit den prämenstruellen Beschwerden umzugehen.
👉 kostenloses 12 Wochen App-Programm
👉 Flexibel & bequem von zu Hause aus
👉 Kurze Fragebögen in deiner prämenstruellen Phase
👉 Zur Abklärung der PMDS-Diagnose: Tägliches Symptomtagebuch
👉 Du bist zwischen 18 und 45 Jahren alt und hast Zugang zu einem Smartphone?
Die Studie läuft als randomisierte kontrollierte Studie: Die eine Gruppe startet sofort, die andere etwas später – beide bekommen die App!
Wichtig: Die Teilnahme ist freiwillig und ersetzt keine individuelle Therapie, kann aber eine unterstützende Ergänzung sein.
Wenn du dich angesprochen fühlst und hast Interesse? Klick einfach hier und leg los:
PMDS kann sich überwältigend anfühlen. Nicht nur wegen der Intensität der Symptome, sondern auch, weil viele Frauen lange nicht verstehen, was eigentlich mit ihnen passiert und warum.
Zwischen Unsicherheit, Selbstzweifeln und dem Versuch, im Alltag weiter zu funktionieren, geht oft genau das verloren, was eigentlich am wichtigsten wäre: die Verbindung zu deinem eigenen Körper.
Genau hier setzt mein 1:1 Coaching-Programm „Dein Raum“ an.
Wenn du dir Begleitung wünschst, die dich dabei unterstützt:
dann bist du bei mir genau richtig. Wir gehen Schritt für Schritt und individuell durch unterschiedliche Pfeiler hindurch.
Mein Ansatz verbindet Wissen aus der ganzheitlichen Frauengesundheit mit Nervensystemarbeit, psychologischer Beratung und einem tiefen Verständnis für die emotionalen Prozesse hinter zyklusbedingten Beschwerden.
Dein Raum ist für dich, wenn du spürst, dass du nicht mehr nur „durchhalten“, sondern dich wirklich verstehen und neu ausrichten möchtest.
https://pmds-hilfe.de/wp-content/uploads/2023/08/PTJ_2002-2_Artikel-Nayman-et-al._K3.pdf
https://www.iapmd.org/pmdd?gad_source=1&gad_campaignid=23263234694&gbraid=0AAAAADiCO_rK8sAEBiE0oiO_nb-RVnA8E&gclid=Cj0KCQjw-pHPBhCdARIsAHXYWP_-mWuxiKlQnecuHxEFvVmdjnr2ia_P17dfuzHP5EWEM3n14NJjKuQaAuaLEALw_wcB
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10914875/