Ein paar Tage vor der Periode verändert sich etwas. Die Stimmung kippt schneller. Der Körper fühlt sich schwerer an. Brüste, die anschwellen und schmerzen. Vielleicht kommt Reizbarkeit dazu, Müdigkeit oder das Bedürfnis, sich zurückzuziehen.
Oft wird das einfach unter „PMS“ eingeordnet. Und gleichzeitig bleibt vieles unklar.
Was passiert da eigentlich im Körper?
Und wann ist es „normal“ – und wann nicht mehr?
Viele Frauen kennen es. Vielleicht sogar die Meisten.
PMS steht für das prämenstruelle Syndrom.
Gemeint sind damit Beschwerden, die in der zweiten Zyklushälfte auftreten – also nach dem Eisprung – und sich mit Beginn der Periode meist wieder bessern oder ganz verschwinden.
Wichtig ist:
PMS ist kein einheitliches Krankheitsbild. Sondern eher ein Sammelbegriff für verschiedene körperliche und emotionale Symptome, die zyklusabhängig auftreten.
PMS kann sich sehr unterschiedlich zeigen.
Manche Frauen spüren vor allem körperliche Veränderungen.
Andere eher emotionale.
Körperlich:
Emotional / mental:
Nicht jede Frau erlebt alles davon.
Und auch die Intensität kann sich von Zyklus zu Zyklus verändern.
Die kurze Antwort:
PMS ist hormonell bedingt. So jedenfalls die offizielle Vermutung. Meiner Erfahrung nach ist das auch absolut logisch und plausibel.
Nach dem Eisprung verändert sich dein Hormonhaushalt deutlich. Die zweite Zyklushälfte wird vor allem vom Hormon Progesteron geprägt, während sich auch der Östrogenspiegel verändert.
Damit dein Zyklus stabil abläuft, müssen diese Hormone in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen.
Gerät dieses Gleichgewicht aus der Balance, kann sich das in Form von prämenstruellen Beschwerden zeigen.
In vielen Fällen zeigt sich bei PMS ein hormonelles Ungleichgewicht.
Typische Muster können sein:
Dein Körper reagiert auf dieses Ungleichgewicht sehr fein.
Progesteron wirkt im Körper eher beruhigend und stabilisierend. Wenn dieser Einfluss fehlt oder zu schwach ist, kann sich das auf Stimmung, Schlaf und Stressempfinden auswirken.
Östrogen hingegen hat unter anderem Einfluss auf Wassereinlagerungen, Brustspannen oder auch Hautveränderungen.
Wenn diese beiden Hormone nicht mehr im Gleichgewicht sind, zeigt sich das oft genau in den Symptomen, die viele Frauen vor der Periode wahrnehmen.
Frauen über 40 Jahren bzw. wenn die Perimenopause langsam einsetzt, sind am Häufigsten betroffen. Auch wenig verwunderlich, da hier Progesteron meist zuerst immer mehr abnimmt.
Vielleicht hast du das schon beobachtet:
Manche Zyklen sind kaum spürbar. Andere deutlich intensiver.
Das liegt daran, dass dein Hormonhaushalt nicht isoliert funktioniert.
Er reagiert auf viele Einflüsse:
Diese Faktoren wirken auf die hormonellen Regelkreisläufe im Körper ein und beeinflussen damit, wie es uns in jedem Zyklus geht.
Der Zyklus ist immer ein Spiegel davon, wie gut wir für uns gesorgt haben in den vergangen Wochen bzw. wie viel Stress wir hatten.
Das bedeutet:
Dein Alltag entscheidet mit, wie stabil dein hormonelles Gleichgewicht ist.
Ein gewisses Maß an Veränderungen vor der Periode ist für viele Frauen normal. Denn jede Zyklusphase bringt ihre Besonderheiten mit. Lese dazu gerne auch meinen Artikel zu den verschiedenen Zyklusphasen.
Aber:
Genauer hinschauen solltest du, wenn du merkst, dass
Denn dann zeigt dir dein Körper ganz deutlich, dass er Unterstützung braucht.
Auch wenn über die genauen Ursachen von PMS in der Wissenschaft noch Uneinigkeit besteht, bedeutet das nicht, dass du nichts beeinflussen kannst. Und das auch ganz ohne die Pille.
Im Gegenteil.
Dein Körper arbeitet mit verschiedenen Systemen zusammen an denen du ansetzen kannst und die sehr vielen Frauen schon geholfen haben.
Ernährung
Eine nährstoffreiche, entzündungsarme Ernährung kann dein hormonelles Gleichgewicht unterstützen.
Blutzucker stabil halten
Starke Schwankungen können Heißhunger, Stimmung und Energie zusätzlich beeinflussen.
Stress reduzieren
Dauerstress wirkt direkt auf deine hormonellen Regelkreisläufe.
Schlaf
Gerade in der zweiten Zyklushälfte wird Regeneration noch wichtiger.
Bewegung
Sanfte Bewegung kann helfen, Spannungen abzubauen und den Körper zu regulieren.
PMS wird oft als etwas gesehen, das einfach „dazugehört“ zum Frausein.
Oder als etwas, das man irgendwie aushalten muss.
Vielleicht lohnt sich ein anderer Blick.
Die zweite Zyklushälfte ist auch eine Phase,
in der dein Körper sensibler reagiert.
Was sonst übergangen oder versteckt wird, wird spürbarer.
Wir Frauen haben dadurch einen guten inneren Kompass für unsere Gesundheit. Wir können es als Chance sehen, im nächsten Zyklus etwas zu verändern.
PMS kann Frauen im Alltag sehr belasten.
Zwischen Alltag, Erwartungen und dem Gefühl, einfach funktionieren zu müssen, geht oft genau das verloren, was eigentlich wichtig wäre, nämlich die Verbindung zu dir und deinem Körper.
Genau hier setzt mein 1:1 Coaching-Programm „Dein Raum“ an.
Wenn du dir Begleitung wünschst, die dich dabei unterstützt:
dann bist du bei mir genau richtig.
Mein Ansatz verbindet ganzheitliche Frauengesundheit mit einem tiefen Verständnis für hormonelle Prozesse und die Zusammenhänge im Körper zwischen Körper, Geist und Seele.
„Dein Raum“ ist für dich, wenn du spürst, dass du die Sprache deines Körpers verstehen und deine Symptome an der Wurzel packen möchtest.
Wenn du mehr erfahren möchtest, findest du hier alle Infos:
https://flexikon.doccheck.com/de/Pr%C3%A4menstruelles_Syndrom
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3118460/
https://www.msdmanuals.com/de/profi/gyn%C3%A4kologie-und-geburtshilfe/menstruationsst%C3%B6rungen/pr%C3%A4menstruelles-syndrom-pms#%C3%84tiologie_v1062688_de
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11075635/